Gemballa – Porsche radikal: Performance und Exzess aus Leonberg

Rascasse Motor Revue - Magazin über automobile Leidenschaft für Automobil-Enthusiasten mit Benzin im Blut

Leonberg. Ein Ort, an dem man sich normalerweise zwischen Häuschen, Gartenzwergen und Pendlerverkehr verliert. Doch halt! Hier erhebt sich ein Name wie ein Donnerschlag auf der asphaltierten Bühne des Automobil-Overkills: Gemballa. Wer glaubt, ein Porsche ab Werk sei schon das Maß aller Dinge, verkennt die menschliche Sehnsucht nach Exzess und Eindrucksschinderei. Willkommen im Schlaraffenland für all jene, denen ein Turbo S einfach zu brav ist und denen Understatement schon immer ein Fremdwort war.

Exzess – bitte nur das Beste vom Übertriebenen

Der Blick auf einen Gemballa-Porsche ist eigentlich wie ein Schlag ins Gesicht all jener, die stets behaupten „Weniger ist mehr“. Hier bedeutet „Mehr“ in Wahrheit „Maximal“. Es werden nicht nur Millimeter an Verbreiterungen aufgetragen, sondern gleich Zentimeter. Der Kotflügelwulst ist hier der neue Maßstab für Leistung. Und wenn sich die tiefergelegte Frontschürze beim ersten Bremshügel verabschiedet, dann sagt der Gemballa-Kunde selten „Oh Schade“, sondern eher: „Das gehört zum Konzept.“

Performance jenseits aller Vernunft

Was wäre Luxus-Tuning ohne ein gesundes Maß an Wahnsinn? Ein Gemballa-911er mit 800 PS ist in etwa so subtil wie ein Leopard 2 auf der linken Spur. Wer beim Sprint von 0 auf 100 Millisekunden sparen möchte, ist hier genau richtig. Die Leistungssteigerungen sind dabei weniger eine Frage praktischer Alltagstauglichkeit, sondern dienen in erster Linie dazu, beim sonntäglichen Kiesplatztreffen die Lungen sämtlicher Anwesender vor Ehrfurcht erschauern zu lassen.

Von der Veredelung zur Provokation

Natürlich könnte Gemballa einfach nur die Motorleistung auf Sektor-7.1 pimpen und es gut sein lassen. Aber da wäre noch dieses kleine Problem mit der Sichtbarkeit: Wer will schon 150.000 Euro für Unsichtbarkeit ausgeben? Die Optik geht daher in Richtung „Sehen und gesehen werden“ – vorzugsweise vom Mars aus. Kantige Spoiler, Dachhutzen und Lufteinlässe, die an Orkanstärke erinnern. Für Kritiker der Gattung „Das ist doch zu viel“ hat Gemballa eine klare Antwort: „Halt mein Bier.“

Innenraum: Wo Leder und Alcantara explodieren

Kleine Info am Rande: Wer einen Gemballa kauft, muss keine Angst davor haben, im Inneren auf profanes Hartplastik zu stoßen. Hier trifft handgenähtes Leder auf genüsslich verbrannte Kreditkarten – ein Fest der Sinne, vor allem für Menschen, die den Unterschied zwischen „gut“ und „fast unverschämt“ zu schätzen wissen.

Wer braucht das – oder: Die Rechtfertigung der Extreme

Ein beliebtes Thema beim Sonntagsbrunch: „Braucht man das eigentlich wirklich?“ Die Antwort: Natürlich nicht. Aber genauso wenig braucht die Mona Lisa ihr Lächeln, ein Burgunder seine Herkunft oder eine Luxus-Armbanduhr ihren Tourbillon. Das Gemballa-Tuning ist eben das i-Tüpfelchen für Menschen, die schon alles zu haben glauben, aber stets noch nach dem „Mehr“ suchen – nach dem werktags Büroturm und am Wochenende auf der Landstraße.

Die Welt als Bühne: Aufmerksamkeit garantiert

Betrachtet man Gemballa-Modelle im Straßenverkehr, offenbart sich schnell ihre wahre Mission: Sie sind rollende Statements, fahrende Selfies, die menschgewordene Manifestation von „Schaut her, ich kann’s mir leisten“. Während der Porsche-Fahrer in der Nachbarschaft vielleicht noch beim Bäcker freundlich grüßt, lässt der Gemballa-Eigner im Everglow-Gelb die Tiefgarage beben. Man grüßt dann eher mit dem Mittelfinger – vor Neid, versteht sich.

Die Kunst der Provokation – und der Ingenieursarbeit

Auch wenn es leichtfällt, Gemballa als reines Protz-Tuning abzukanzeln – das wäre mindestens so missverständlich wie der Versuch, einen Koala als Ferrari-Testfahrer einzustellen. Hinter dem Furor steckt feinstes Engineering. Fahrwerke werden akribisch angepasst, Aerodynamik im Windkanal gefeilt und Motoren mit Präzision auf Leistung und Haltbarkeit getrimmt. Es ist eben nicht nur optische Überrumpelung, sondern echtes Ingenieurs-Know-how aus Schwaben.

Die (nicht ganz so) stille Botschaft aus Leonberg

Wer Gemballa fährt, sendet nicht nur ein optisches Signal, sondern ein Statement an die automobile Welt: Standard ist für andere. Es ist ein Statement der Extravaganz, ein Ja zum Überfluss und ein Nein zur Mittelmäßigkeit. Und auch, wenn die einen die Nase rümpfen und die anderen applaudieren – Gemballa bleibt seiner Linie treu: Speed first, Sensibilität irgendwo auf der Rückbank.

So bleibt als Fazit: Gemballa ist nichts für Zögerer. Wer bis hierhin gelesen (und vielleicht schmunzelnd den Kopf geschüttelt) hat, weiß: Radikalität ist nicht jedermanns Sache, aber sie zwingt zur Auseinandersetzung – mit Geschmack, Leistung und letztlich der eigenen Autoleidenschaft. Vielleicht reicht schon das Wissen, dass es irgendwo in Leonberg jemanden gibt, der aus einem Porsche ein rollendes Kunstwerk des Exzesses macht. Und ist nicht genau das die Würze, die die automobile Szene so verdammt spannend hält?

   

Haben auch Sie ein Business oder ein Projekt über das es sich lohnt zu berichten? Schreiben Sie uns!

Rascasse Motor Revue - Magazin über automobile Leidenschaft für Automobil-Enthusiasten mit Benzin im Blut
Über Redaktion 702 Artikel
Rascasse Motor Revue ist ein automobiles Lifestylemagazin. Ein Lifestyle-Automobilmagazin online. Ein Magazin über automobile Leidenschaft für Automobil-Enthusiasten mit Benzin im Blut. Rascasse Motor Revue versteht sich als Special Interest Premium Magazin online über automobilen Lifestyle für anspruchsvollen Leserkreis. Das redaktionelle Konzept setzt auf Niveau in der Contentauswahl und beobachtet die automobile Szene mit dem richtigen Händchen für das Besondere. Auf Rascasse Motor Revue lesen Sie Interessantes zu den Themen Oldtimer und Youngtimer, Classic Cars, Cabriolet und Roadster, 4x4 und SUV; sowie zu Supersportwagen, Hypersportwagen, Sportwagen und Greencars. Außerdem zum Thema Caravans, Motorrad und Rennsport. Rascasse Motor Revue bedient auch affine Themen aus den Bereichen Lifestyle, Fashion, Art, Design, Gadgets, Technik, Travel, Genuss und Sport, ergänzend zum Hauptthema "Automobil".