Ein italienischer Mini-Foodtruck in Istanbul

Merhaba, Signor!

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Ein wunderschöner, originaler, weinroter Piaggio Ape Van von 1968 wurde in einen Mini-Food-Truck mit Pop-Up-Aufbau verwandelt und versorgt so Touristen des Çırağan Palace Kempinski Istanbul mit allerlei Kulinarischem. “Berthold”, so der Name des kleinen Dreiräders, findet man überwiegend in den Gärten des Palasthotels, wo er vor der atemberaubenden Kulisse des Bosporus’ unverwechselbar und reizvoll als Aha!-Effekt bei der Bewirtung “seiner Gäste” sorgt.

Der Piaggio Ape, “Ape” bedeutet im italienischen “Biene”, wird auch oft als als Vespacar bezeichnet. Der Piaggio Ape ist ein Kleintransporter und zählt zu den dreirädrigen Rollermobil des italienischen Herstellers Piaggio. Seit 1947 wird der Ape in Italien hergestellt. Die Ape kam ein Jahr nach der Vespa auf den Markt. Berthold, um den es in diesem Artikel geht, stammt aber aus dem Jahr 1968. Dass er bereits mehr als 50 Jahre auf dem Buckel hat, sieht man ihm überhaupt nicht an. Mit Baujahr 1968 handelt es sich bei Berthold genau genommen um eine Piaggio Ape MP, die als vierte Version 1967 vorgestellt wurde und die Ape C ablöste. Als Ape MP hat Berthold einen 190-ccm-Motor und kann beachtliche 500 KG transportieren.

Der dreirädrige Berthold wurde mit speziellen, aus dem Ausland kuratierten Teilen umgebaut, um die Geschichte von Kempinski mit einem modernen Twist zu erzählen. Geparkt im Garten des herrschaftlichen Çırağan-Palastes, steht “Berthold”, der Mini-Foodtruck, in einer reizvollen Atmosphäre und gliedert sich als exklusives Alleinstellungsmerkmal in die Kulisse des Bosporus und des ehemaligen Palastes ein. Der Pop-Up-Aufbau bedeutet, dass der Kastenaufbau des kleinen Piaggio an allen drei Seiten aufgeklappt werden kann, um seinen Inhalt feil zu bieten. Eine besondere Illumination sorgt für das luxuriöse Ambiente; Berthold weiß sich eben geschickt in Szene zu setzen.

Berthold empfängt seine Gäste derzeit mit Snacks und Wein im Glas.

Mit seinem wundervollen Ambiente und dem komfortablen und gemütlichen Sitzbereich bietet “Berthold” ein einzigartiges Pop-up-Lokal-Konzept mit Bosporus-Blick. Es bietet einzigartige türkische Weine im Glas, die von lokalen Boutique-Weingütern aus der ganzen Türkei bezogen werden. Außerdem werden Feinkost- und Käsesorten und verschiedene Sandwiches angeboten, wobei auch Hot Dogs auf der Speisekarte stehen.

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Warum aber “Berthold”? Irgendwie klingt der Name weder türkisch, noch italienisch. Der Name hinter dem Pop-Up-Mini-Foodtruck hat eine ganz besondere Bedeutung. Der spezielle Dreirad-Van ist nach Berthold Kempinski benannt, dem Gründer der Marke Kempinski und innovativer Gastronomen Berlins. Die besondere Geschichte dieses Pop-up-Weinladens erinnert bewusst an die Geschichte Kempinskis. Die Familie Kempinski startete ihr Geschäft als Weinhändler aus einer kleinen Stadt im heutigen Polen. Im Jahr 1872 zogen Berthold und seine Frau Helene nach Berlin und eröffneten eine kleine Weinhandlung, in der sie auch begannen, Speisen zu festen Preisen anzubieten. Berthold war es, der die revolutionäre Idee hatte, kleinere Portionen von Speisen und Wein glasweise zu servieren. 1889 war die Familie Kempinski die beliebteste Gastronomenfamilie der Stadt. Bis 1907 begrüßten sie täglich bis zu 10.000 Gäste. Das
Restaurantgeschäft in der Kempinski-Geschichte war eine Inspirationsquelle für den Popup-Mini-Food-Truck “Berthold” im Çırağan Palace Kempinski, das auf diese Zeit zurückgeht. Das Schnurrbart-Motiv auf der Vorderseite des dreirädrigen Vans und im Logo sticht hervor und spiegelt den Schnurrbart-Stil von Berthold Kempinski wider; außerdem untermalt er humorvoll Bertholds Dasein und macht ihn noch sympathischer.

Auch wenn Berthold jetzt weniger groß durch die Straßen Istanbuls knattert, sondern seinen Dienst eher wenig rollend in den Palastgärten des Kempinski-Hotels verübt: Mit über 50 Jahren auf der Uhr sei es ihm gegönnt. Schön, dass die Piaggio Ape so ein “zweites” Leben und einen neuen “Lebensinhalt” bekommen hat. Berthold ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel für automobile Leidenschaft und auch dafür, dass auch Dinge eine Seele haben können, wenn sie Leidenschaft erfahren.

Das Çırağan Palace Kempinski Istanbul:
Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Çırağan Palace Kempinski Istanbul ist ein einzigartiger Luxuspalast direkt am Bosporus. Nach Asien ausgerichtet und mit bezauberndem Blick auf die historische Halbinsel, trifft im Gebäude aus der Osmanenzeit der Osten auf den Westen, Europa auf Asien und die Geschichte auf die Gegenwart. Nach einer kompletten Restaurierung und dem Anbau eines modernen Hotelgebäudes mit eleganten Gästezimmern, Restaurants und Tagungsräumen wurde das Hotel und der Palast 1991 unter der Leitung von Kempinski Hotels eröffnet. 310 Zimmer, darunter 20 Suiten im Hotel und 11 Suiten im historischen Palast, stehen den Gästen zur Verfügung. Zusätzlich zu den herrlichen Veranstaltungsflächen im Freien, wo prestigeträchtige lokale und internationale Events stattfinden, bieten 20 Tagungsräume modernste Technologie und unvergleichlichen Komfort, um den hohen Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden.

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