Ersatzteilbeschaffung in der heutigen Zeit

Ersatzteilbeschaffung in der heutigen Zeit
Gerade Restaurierer oder Besitzer von Youngtimern oder Oldtimern müssen ein paar Kniffe und gute Anlauftstellen kennen, wenn es um die Ersatzteilbeschaffung geht.

Wenn man Ersatzteile oder Zubehör für sein Auto benötigt, dann geht man zur Vertragswerkstatt und kann dort alles bestellen, was man als Fahrzeugeigner benötigt. Hat man allerdings ein Fahrzeug, das nicht ganz so gängig ist, dann wird das schon wieder schwieriger. In den letzten Jahren sind einige Marken vom deutschen Markt verschwunden (z.B. Chrysler, Dodge, Lancia, etc.), weshalb hier auch die Ersatzteilbeschaffung schwieriger ist. Andere scheuen auch die oft höheren Kosten für neue Ersatzteile und möchten lieber auf noch funktionstüchtige Gebrauchtteile zurückgreifen. Besitzern von Youngtimern oder Oldtimern bleibt ohnehin manchmal nur übrig, gebrauchte Teile zu kaufen, weil neue Teile gar nicht mehr lieferbar sind. Und andere müssen noch erfinderischer sein, wenn es um die Ersatzteilbeschaffung geht.

Hier ein kurzer Überblick, wo man Ersatzteile für sein Fahrzeug herbekommen kann.

Kleinanzeigenmärkte im Internet

Wenn es um Ersatzteile oder Zubehörteile geht, liefert das Internet viele Anlaufstellen, wo man fündig werden kann. Meistens in Form digitaler Kleinanzeigenmärkte. Gerade wenn es um schwer zu bekommende Teile geht, kann das Internet eine wahre Fundgrube sein.

Ebay und Ebay Kleinanzeigen sind klare Favoriten bei der Suche nach Ersatzteilen im Web. Aber es gibt auch noch andere Portale, die ergiebig sein können. In Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Beispiel gibt es viele Kleinanzeigenmärkte, die gratis Inserate und Kleinanzeigen bieten. In fast jedem Land gibt es da bekanntere und weniger bekanntere Kleinanzeigenmärkte. In Deutschland ist es zum Beispiel Quoka, in Österreich Willhaben.at und in Frankreich zum Beispiel LeBonCoin. So hat jedes Land “seine” Kleinanzeigenmärkte, wo man wie auf einem virtuellen Flohmarkt eben alles bekommt, was ein anderer nicht mehr braucht oder nicht mehr haben will und dadurch zum Verkauf anbietet. Überregional und über die Landesgrenzen hinaus ist Ebay Kleinanzeigen ein beliebter, virtueller Flohmarkt.

Ob man Felgen kaufen möchte, oder sich gleich nach einem Gebrauchtwagen umschauen will oder einen Oldtimer erwerben will oder sogar einen Wohnwagen kaufen möchte. Und nicht nur für Automobiles liefern die Kleinanzeigenmärkte entsprechende Ergebnisse. In unzähligen Kategorien wird angeboten, was ein anderer nicht mehr haben will. Ebay zum Beispiel ermöglicht auch wirklich weltweit zu suchen. Gerade wenn es um US-Cars oder deren Ersatzteilbeschaffung geht, führt kein Weg an der weltbekannten Auktionsplattform vorbei.

Flohmärkte auf Messen und Ausstellungen

Neben den virtuellen Bezugsquellen können auch spezielle Flohmärkte bei Oldtimerausstellungen oder auf Messen interessant sein. Der „Nachteil“ (wenn es denn einer ist): Man muss dorthin und vor Ort sein und kann nicht bequem von der Couch mit dem Laptop, dem Tablet oder dem Smartphone die Angebote durchstöbern.

Verwerter und Schrottplätze

Was man auch nicht vergessen oder vernachlässigen sollte, ist der Gang zum Autoverwerter, sprich zum Schrottplatz. Hier gibt es oftmals Ersatzteile en masse. Gerade auch wegen der Verabschiedung zum Verbrenner, den Subventionen bei Elektrofahrzeugkauf oder Prämien der Vergangenheit, wie in Deutschland, die Abwrackprämie, findet man auf den Schrottplätzen nicht nur Teile aus schrottreifen Fahrzeugen, sondern auch von recht jungen Fahrzeugen, die normalerweise noch am Straßenverkehr teilnehmen würden, wenn sie der Neuwagen-Subvention nicht zum Opfer gefallen wären. Ein Tipp: Viele Verwerter inserieren ihren Teilebestand mittlerweile auch im Netz auf der eigenen Website, in einem eigenen Online-Shop oder auf einem entsprechenden Kleinanzeigenportal. Man muss auch nicht auf jeden Schrottplatz persönlich auftauchen: Auch telefonisch geben die Verwerter Auskunft, ob sie das gesuchte Teil auf Lager haben.

Fachhändler

Nachwievor gibt es immer auch noch Vorteile, wieso man zum Fachhändler gehen sollte. Hier bekommt man fast immer Originalteile oder Teile in Erstausrüsterqualität. Auch bekommt man hier nur Neuteile und vor allem bekommt man eine Garantie auf das gekaufte Teil. Das alles darf und sollte man beim Neuteileerwerb nicht vernachlässigen und das allein kann dann schon den Neuteilepreis rechtfertigen. Aber Vorsicht: Selbst bei Neuteilen gibt es große Preisunterschiede. Manchmal findet man ein und das selbe Teil im Web viel billiger als beim Händler oder der Vertragswerkstatt.

Online-Shops weltweit

Auch eine beliebte Art des Einkaufens ist die Suche per Google. Wer genau weiß, wie sein Ersatzteil benannt ist und die genaue Bezeichnung kennt oder sogar die Teilenummer, kann diese einfach bei Google eingeben und sich nun meistens durch unzählige Suchergebnisse wühlen, bis er (s)eine Bezugsquelle gefunden hat. Positiver Nebeneffekt: Google liefert auch gleich die Ergebnisse oder den Content vieler Kleinanzeigenmärkte mit.

Ersatzteilbeschaffung in der heutigen Zeit
Je exotischer oder seltener das Fahrzeug, desto schwieriger oftmals die Ersatzteilversorgung. Manchmal hilft nur der Nachbau eines Teils.

Nachbauen lassen zum Beispiel aus dem 3D-Drucker

Wer gar nicht (mehr) fündig wird bei der Ersatzteilbeschaffung und partout das Ersatzteil nicht findet, was er sucht, der kann immer noch sich sein benötigtes Ersatzteil nachbauen lassen. Nicht ganz billig, aber effektiv: Spezielle Firmen übernehmen hier das Reverse Engineering, die Konstruktion und letztendlich die Fertigung zum Beispiel durch moderne 3D-Drucker. So kommt man wieder an ein Ersatzteil, das es einfach auf dem Markt nicht mehr gibt.

Das defekte Teil reparieren lassen

Oftmals kann man aber auch ein kaputtes Teil wieder richten lassen. Viele wollen nicht mehr reparieren, sondern lieber austauschen. Plug ‘n’ play ist natürlich viel einfacher und weniger aufwendig, als zu reparieren. Aber wenn es partout ein Teil nicht gibt, dann kann man abwägen, ob man das defekte Teil reparieren lassen kann und will oder ob man es nachbauen lassen kann oder will. Gerade Zahnräder oder andere bewegliche Teile sind für einen 3D-Drucker ein Klacks.

Fazit: Das Internet ist oftmals Anlaufstelle Nummer 1, wenn es darum geht sich zu informieren, ob es Ersatzteile gibt, wie sie benannt sind, wie die Teilenummer ist und wieviel es kostet. Erst wenn man hier nicht fündig wird, gehen viele zu alternativen Beschaffungsmethoden über und klappern die Schrottplätze ab. Wie auch immer: Wichtig, dass man das Teil bekommt, was man braucht, um seine automobile Preziose in Schuß zu halten.

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