
Frankreich ist berühmt für seine charmanten Dörfer, seine feinen Weine und nicht zuletzt für seine atemberaubenden Berglandschaften. Wer in diese Welt eintauchen möchte, sollte die Route des Grandes Alpes in Betracht ziehen – eine der spektakulärsten Straßen Europas, die auf über 700 Kilometern von den Ufern des Genfersees bis ans Mittelmeer führt. Diese ikonische Strecke schlängelt sich über majestätische Alpenpässe, vorbei an türkisblauen Seen, beeindruckenden Gletschern und idyllischen Bergdörfern.
Eine Reise voller Höhepunkte
Die Route des Grandes Alpes wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt und verbindet insgesamt 17 berühmte Alpenpässe – darunter Legenden wie der Col de l’Iseran, Col du Galibier und Col de la Bonette. Vor allem Motorradfahrer, Radfahrer und Cabrio-Fans lieben die Herausforderungen und die grandiose Aussicht, die diese Strecke zu bieten hat. Aber auch Familien und Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn entlang der Route warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Wanderwege und Möglichkeiten zum Entspannen auf die Reisenden.
Von Thonon-les-Bains zum Mittelmeer
Die klassische Route startet im Kurort Thonon-les-Bains am Nordufer des Genfersees. Schon auf den ersten Kilometern eröffnet sich ein Weitblick auf die majestätischen Savoyer Alpen. Der erste wichtige Pass, der Col des Gets, liegt auf 1.172 Metern Höhe und bietet neben spektakulärer Natur zahlreiche Gelegenheiten für eine Pause in den kleinen Bergdörfern.
Weiter südlich führt die Straße durch ikonische Orte wie Megève, bekannt für seine elegante Alpin-Atmosphäre und exquisiten Restaurants. Nach der Überquerung des Col des Saisies taucht man in die Region Savoyen ein, die für ihren Käse und urige Berghütten berühmt ist. Hier kann man lokale Spezialitäten probieren und die alpine Gastfreundschaft genießen.
Die majestätischen Pässe der Hochalpen
Im weiteren Verlauf der Reise erreicht die Bergstraße mit dem Col de l’Iseran ihren höchsten Punkt auf 2.764 Metern. Dies ist nicht nur der höchste asphaltierte Alpenpass Europas, sondern auch ein Paradies für Fotografen und Naturliebhaber. Im Sommer blühen auf den Almwiesen unzählige Blumen, während im Hintergrund schneebedeckte Gipfel in den Himmel ragen.
Ein weiteres Highlight ist der sagenumwobene Col du Galibier, mit 2.645 Metern einer der anspruchsvollsten Pässe. Wer hier oben steht, wird mit einer 360-Grad-Panoramaaussicht belohnt. Häufig trifft man hier auch auf Radrennfahrer, denn der Pass ist ein legendärer Abschnitt der Tour de France. Die Atmosphäre auf den Gipfeln ist einzigartig: Klar, frisch und voller Energie, als würde jede Pore der Bergluft das Fernweh entfachen.
Abenteuer zwischen Gletschern und Lavendelfeldern
Nach all den beeindruckenden Höhen geht es im südlichen Teil der Route langsam bergab. Die Landschaft verändert sich, wird trockener und mediterraner. Die letzten großen Pässe, darunter der Col de la Bonette mit seiner berühmten Rundstrecke, bieten noch einmal faszinierende Ausblicke – bis schließlich hinter den Hügeln das Mittelmeer blitzt und Lavendelfelder den Duft des Südens verströmen.
Der Zielort der Route ist oft der beliebte Badeort Menton an der Côte d’Azur. Hier taucht man vom alpinen Hochgebirge direkt in die Welt des mediterranen
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