Nauru: Kleine Insel, riesiger Schrottplatz früherer Luxusautos

So oder ähnlich muss man es sich vorstellen: Auf der Südseeinsel Nauru stehen überall alte, ehemalige Luxusautos herum und zeugen aus einer Zeit, als auf Nauru jeder reich war. Foto: Pixabay

Nauru? Noch nie gehört!? Das macht nicht’s. Nauru ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean und hat etwas über 10.000 Einwohner. Nauru ist der Fläche nach der drittkleinste, und nach der Einwohnerzahl nach der zweit- oder drittkleinste (anerkannte) Staat; außerdem die kleinste Republik unseres Planeten Erde. Nauru, die faktische Hautpstadt ist übrigens “Yaren”, ist ein Atoll auf der Spitze eines untermeerischen Vulkans, der erloschen ist. Ein riesiger Korallenstock vor Nauru geht circa 2000 Meter tief in das Meer und erhebt sich maximal knapp 60 Meter über den Meeresspiegel.

In den 1970er Jahren verfügten die Einwohner von Nauru über das höchste Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Verdanken konnte die Südseeinsel und ihre Einwohner ihren Reichtum einem riesengroßen Phosphatvorkommens. Jeder Einwohner Naurus war reich und leistete sich mehrere Luxusautos.

Irgendwann gingen die Bestände an Phosphat zur Neige bzw. waren komplett erschöpft, und Nauru und seine Einwohner wurden wieder arm. So wurde das kleine Atoll in der Südsee auch ein riesengroßer Schrottplatz ehemaliger Luxusautos. Überall sieht man die zurückgelassenen Autos herumstehen und vor sich her gammeln.

Schade eigentlich. Um die Autos, aber vor allem um Nauru und seine Einwohner.

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